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P-S 04/2016

Montag 20 Juni 2016 um 10:33 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

So, PANKE-SPIEGEL 04/2016 ist fertig. Dank an alle, die auch diesmal wieder mit am Ball waren trotz EM. Ein großartiger politischer Kommentar zu Orbán, Erdogan und der EU von Attila Teri wartet neben vielen anderen Artikeln, die es so nur im P-S gibt, auf die Leser. Ab 1. Juli auf dem Markt ...

Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht

Montag 23 Mai 2016 um 13:32 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

Vorab mein kleiner Beitrag zur Reise auf der "Route 1" von Los Angeles nach San Francisco für PANKE-SPIEGEL 04/2016:

Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht

Die Gipfel an der „Route 1“ in Kalifornien sind noch wolkenverhangen. Nach links fällt die Traumstraße in atemberaubender Steilheit extrem ab und scheint sich mitunter direkt auf die Wogen des Pezifiks zu stützen. Die Hänge und kleinen Nischen entlang dieser als schönste Panoramastrecke Amerikas geltenden Serpentinenstraße sind mit Blumen und blühenden Pflanzen aller Art übersät. Plötzlich reißen die Wolken auf und geben den Blick frei auf die schroffen Felsspitzen. Die Sonne bricht durch und schenkt der einzigartigen Natur wärmende Strahlen.
Wir sind auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco. Auf einmal schießt es mir wie ein Blitz durchs Hirn: Du kannst nicht zum allersten Mal in die Stadt der Hippies einreiten, ohne Blumen im Haar zu tragen! Schließlich heißt es schon im Superhit „San Francisco“ von Scott McKenzie:

„If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you're going to San Francisco
You're gonna meet some gentle people there...“

So stoppe ich meinen Wagen an einem der zahlreichen mit Blüten überwucherten Aussichtsplätze und fange an zu pflücken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und so bin ich gewappnet für die Stadt meiner Träume. Kurz vor der „Golden Gate Bridge“ stoppe ich erneut, um ein paar Lebensmittel in einem Supermarkt zu kaufen. Neben Brot und Käse, Weintrauben und Paprika gönne ich mir ein Six-Pack der irischen Biermarke „Guinness“. Ich lege alles auf das Kassenband und warte ab. Plötzlich sagt die blutjunge Kassiererin in vollem Ernst und mit Nachdruck: „Schow me your ID please!“ Ich denke, ich höre nicht richtig. Vollkommen erstaunt gebe ich ihr zurück: „You want to see my passport?“ „For sure“, lächelt sie. Ich krame in meinen Papieren und ziehe den Pass heraus, um ihn ihr zu zeigen. Das Mädchen prüft mein Geburtsdatum sehr sorgfältig, klappt den Pass zu und gibt ihn mir lächelnd zurück: „Everything is okay, Sir!“ Ich stecke meinen Pass wieder ein und frage sie: „Do I look realy as young?“ Der Mann hinter mir an der Kasse lacht auf und meint: „So now you are realy happy!“ Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Ja, ich bin in San Francisco und trage Blumen im Haar. Und ganz plötzlich wird mir klar, was Nietzsche im „Zarathustra“ eigentlich sagen wollte: Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht!

P-S 03/2016

Donnerstag 14 April 2016 um 12:29 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

So, er ist fertig: P-S 03/2016 geht am Montag in Druck. Dank an alle, die mit dabei waren. Ab 1. Mai im Vertrieb

It never rains in Southern California

Mittwoch 09 März 2016 um 16:06 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

In Gedanken, Worten und Werken bin ich schon ganz bei meinem Oberseminaristen ADAM in California! Dennoch nutze ich die letzten Tage vor Abflug nach L.A. intensiv zur Produktion des neuen PANKE-SPIEGELs. Wer von meinen geschätzen Autoren noch etwas beisteuern möchte, ist herzlich eingeladen zu Themenvorschlägen. Das neue Blatt wird in etwa so aussehen:

Lieber 2 Millionen Flüchtlinge als das Ende Europas

Mittwoch 02 März 2016 um 10:50 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

Ein Interview von Martin Jehle und Thomas Steierhoffer

PANKE-SPIEGEL 02/2016

Martin Patzelt, Jahrgang 1947, gehört dem Bundestag seit der laufenden Wahlperiode an und ist u.a. Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Im Wahlkreis Frankfurt (Oder)/Oder-Spree errang er 2013 das Direktmandat. Zuvor war Patzelt zunächst Sozialdezernent und dann von 2002 bis 2010 Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder). Seine beruflichen Wurzeln hat Patzelt in der Kinder- und Jugendarbeit als Heimleiter in der DDR.
In der aktuellen Flüchtlingsdebatte gehört Patzelt zu den ausgesprochenen Unterstützern der Position von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die eine Obergrenze für den Zustrom sowie Grenzschließungen innerhalb der EU ablehnt. Im Sommer letzten Jahres nahm Patzelt zwei Flüchtlinge aus  Eritrea bei sich zu Hause auf.
Bei der Bundestagsabstimmung über eine Beteiligung der Bundeswehr am internationalen Militäreinsatz gegen die Terrororganisation IS stimmte Patzelt Anfang Dezember mit Nein

PANKE-SPIEGEL: Herr Patzelt, im Sommer letzten Jahres hat Ihre Familie zwei junge Menschen aus Eritrea aufgenommen. Wohnen die noch bei Ihnen? Wenn ja, wie gestaltet sich das Zusammenleben?
Patzelt: Sie wohnen seit Juli 2015 bei uns. In der Art einer WG sind sie nunmehr unsere Familienmitglieder. Es gibt viele Berührungen, viele Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten. Zwei Bedingungen gab es für die beiden. Sie mussten alle unsere Angebote annehmen, Deutsch zu lernen. Und sie mussten alle Arbeits- und Beschäftigungsangebote annehmen. Beide Bedingungen haben sie erfüllt und stehen heute in Lehrverhältnissen.

PANKE-SPIEGEL: Ist Deutschland heute mit 1 Million Flüchtlingen eher ein sicheres oder doch eher ein unsicheres Land?
Patzelt: Das ist immer sehr schwer zu beurteilen. Wenn ich vom subjektiven Empfinden komme, so ist es wesentlich sicherer geworden. Verändert hat sich durch die Flüchtlingssituation meiner Meinung nach, dass die Wahrnehmung eine andere geworden ist. Das Flüchtlingsthema nimmt uns so in Anspruch, dass es scheinbar kaum noch andere Themen gibt.

PANKE-SPIEGEL: Mehrfach war in der Vergangenheit in den Medien zu lesen, Sie seien ein Freund Israels. Woher kommt Ihre Affinität zum Staat der Juden?
Patzelt: Ich bin Deutscher. Das, was das deutsche Volk an kollektiver Schuld gegenüber dem jüdischen Volk auf sich geladen hat, ruft nach Verantwortung. Als gewachsener DDR-Bürger hatte ich kaum die Möglichkeit, etwas zu tun. Gut, ich habe Lager der Aktion Sühnezeichen geleitet in beschränktem Maß. Als die Mauer dann fiel, war das meine Chance. Als der Ruhestand kam, war klar, dass ich nach Israel gehen werde. Ich wollte in einem Heim arbeiten, in dem noch Menschen leben, die direkt von der Shoah betroffen waren. Über Vermittlung fand ich ein deutschsprachiges Haus in Jerusalem. Zunächst sollte es ein Jahr werden, dann ein halbes, schließlich war ich vier Monate dort, da ich inzwischen dem Bundestagswahlkampf zugesagt hatte. Bis heute pflege ich zahlreiche Kontakte, Freundschaften sind gewachsen. Aller halbe Jahre besuche ich Israel.
Als Christ betrachte ich die Juden als Mütter und Väter im Glauben. Christlicher Glaube ist ohne das jahrtausendelange Ringen der Juden um ihr Gottesbild nicht denkbar.

PANKE-SPIEGEL: Wir gehen mit großen Schritten schon wieder auf Ostern zu. Wie schätzen Sie als Katholik die vor einigen Jahren von Papst Benedikt gefasste Entscheidung ein, während der katholischen Karfreitagsliturgie wieder für die „perfiden Juden“ zu beten?
Patzelt: Ich fand das damals weder notwendig noch hilfreich. Für andere Menschen beten, ist jedoch nie verkehrt. Kürzlich habe ich gesagt, dass ich für die Kanzlerin bete. Immer wenn wir an den Rand unserer Möglichkeiten kommen, erleben Christen und andere religiös eingestellte Menschen das Gebet als die letzte Instanz ihrer Hoffnung. Jedoch, wenn Juden durch so ein Gebet schmerzhaft berührt werden, pervertiert es alles, was ich als Christ tue. Alles, was einen Menschen verletzt, zumal ohne Grund, sollte man unterlassen.  

PANKE-SPIEGEL: Mit dem Zustrom von mehr als 1 Million Flüchtlingen nach Deutschland erleben wir quer durch die Republik viel Hilfsbereitschaft und Solidarität, aber auch viel Ablehnung und Hass. Was sagen sie beispielsweise den Anhängern von PEGIDA, die Angst schüren vor einer „Überfremdung“ durch den Islam?
Patzelt: Ich war von Anfang an der Überzeugung, wir dürfen uns Gesprächen mit Pegida-Leuten nicht verweigern. Den Ausschluss aus einer Fernsehdiskussion halte ich für eine verpasste Chance. Ich frage meine Gesprächspartner gerne: Wie hat sich euer Leben verändert? Welche Nöte habt ihr? Welche materiellen Einbußen sind durch die Flüchtlinge zu beklagen? Dann kommt nichts, gar nichts! Wir haben es in Deutschland aktuell nicht mit einem materiellen, vielmehr mit einem mentalen Notstand zu tun. Eine dumpfe Angst vor dem Verlust der eigenen und der nationalen Identität zieht ihre Kreise und wird teilweise geschürt. Wenn ich derartiges in Gesprächsrunden erlebe, erinnere ich daran, dass wir eine durchaus vergleichbare Situation in Deutschland hatten. Und das ist keine hundert Jahre her: Weimar.  

PANKE-SPIEGEL: Im Januar haben 44 CDU-Bundestagabgeordnete in einem Brief einen Kurswechsel von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik gefordert. Sie gehören nicht zu den Unterzeichnern. Sie haben stattdessen im Vorfeld eine E- Mail an Ihre Fraktionskollegen geschickt. Darin begründen Sie Ihre Ablehnung nicht inhaltlich, sondern verweisen auf das Ziel der Geschlossenheit der Regierungskoalition  und Ihr Vertrauen „in die Klugheit und Weitsicht der Kanzlerin“. Wäre es angesichts der politischen, sozialen und volkswirtschaftlichen Folgen des Zustroms an Menschen nicht angebracht, sich inhaltlich mit den Kritikern auseinanderzusetzen, zumal es sich dabei ja nicht nur um PEGIDA o.ä. handelt, sondern auch um die CSU bzw. die Bayerische Staatsregierung.
Patzelt: Die Mail hat zwei Teile. Der erste Teil richtet sich gegen das Verfahren. Wir sollten nicht versuchen, mit Briefen auf die Kanzlerin Druck auszuüben. Die Spielregeln sind nämlich andere. In der Fraktion führen wir sehr klare und sehr harte Auseinandersetzungen. Ich erinnere an die Diskussionen um den Koalitionsvertrag und um Griechenland. Ähnlich ist es derzeit mit der Flüchtlingsfrage. Wir haben unsere Kanzlerin gewählt. Wenn wir mit ihrer Politik nicht mehr einverstanden sind, sagen wir das in der Fraktionssitzung. Frau Merkel ist eine Frau, die sehr gut zuhören kann. Ich schreibe auch von den „Ohnmachtsgefühlen“. Wenn ich mit meiner Meinung nicht durchkomme, werde ich ohnmächtig. Wenn wir mit der Kanzlerin, die wir in der Fraktion bestimmt haben, mehrheitlich nicht mehr einverstanden sind, müssen wir sie abwählen. Das ist das Verfahren, so sind die Spielregeln.
Im zweiten Teil meiner Mail erkläre ich, dass ich mich persönlich sehr nachdrücklich mit der Politik der Kanzlerin einverstanden erkläre. Keiner kann mir beispielsweise sagen, was passiert, wenn wir die Grenzen für Flüchtlinge schließen. Meiner Meinung nach sprechen zwei Gründe für Frau Merkel. In der Vergangenheit hat sie es einfach gepackt! Außerdem sehe ich zu ihr keine Alternative. Angst ist immer ein schlechter Berater, gerade in Krisen. Während der schwierigen globalen und europäischen Prozesse sollte man in Hast und Angst nicht einfach die Schalter umlegen. Ich bin davon überzeugt, dass wir in Deutschland mit der Situation materiell und logistisch sehr gut umgehen können. Ich schäme mich ja fast, wenn die CSU behauptet, wir kämen an die Grenze des Machbaren. Diesen Schein müssen wir uns dann vom Psychiater ausstellen lassen. Und da steht dann was von mentaler Überforderung.

PANKE-SPIEGEL: Wo hat Ihrer Einschätzung nach der wachsende Fremdenhass im Land Brandenburg seine tieferen Ursachen?
Patzelt: Für meinen Wahlkreis kann ich das gar nicht so bestätigen. Nach den Indizien, die ich habe, ist der weder fremdenfeindlicher, rassistischer, faschistischer, noch antisemitischer geworden. Wenn es dennoch so sein sollte, glaube ich, dass sich die Kräfte, die Morgenluft wittern, plötzlich aus der Hütte trauen. Aber sie waren schon da, sie sind kein neues Phänomen. Für die eigentliche Gefahr halte ich das starke Element der Angst. In einer Studie der TU Dresden wurde nachgewiesen, dass es besonders die Angst der Menschen aus der unteren Mittelschicht ist, die wächst. Sie haben Angst, dass ihnen ihr Eigentum, ihr vielleicht noch nicht bezahltes Häuschen und ihr Auto weggenommen werden. Ich verstehe das, aber wir sind gewöhnt, die Werte zu vergleichen.Und so können wir niemandem einen Schutzbrief ausstellen und sagen, an dein Haus werden wir nie rangehen. In der derzeitigen Null-Zins-Politik sind die Lasten für die Menschen doch deutlich geringer geworden. Aber die Angst ist und bleibt etwas Irrationales.

PANKE-SPIEGEL: Was halten Sie von einer deutschen Obergrenze für Flüchtlinge?
Patzelt: Ich verkrafte hier lieber noch eine Million Flüchtlinge zusätzlich, falls unsere Maßnahmen nicht so schnell greifen sollten. Aber auf keinen Fall lasse ich mir Europa kaputtmachen! Ich habe mir keinen Flüchtling nach Deutschland gewünscht, aber wenn ich wählen müsste zwischen dem Erhalt Europas und den Flüchtlingen, würde ich die zweite Million gern und sofort in Kauf nehmen.

P-S 02/2016

Montag 29 Februar 2016 um 08:54 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

Er ist da! Pünktlich geliefert von der neuen Druckerei. Ich bin mit der Qualität sehr zufrieden.

P-S 01/2016

Dienstag 05 Januar 2016 um 08:54 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

WEITERMACHEN!

Donnerstag 03 Dezember 2015 um 11:50 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

Gerade habe ich die letzten vier Jahrgänge 2012-2015 PANKE-SPIEGEL als fadengehefteten Bibliotheksband abgeholt. Und ich möchte mich bei allen Autoren ganz herzlich bedanken, denn es ist unglaublich, was wir schon alles gemacht haben. Seid alle umarmt, ich bin stolz auf Euch. WEITERMACHEN!

PANKE-SPIEGEL 06/2015

Freitag 16 Oktober 2015 um 16:27 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

So sieht er aus, der neue PANKE-SPIEGEL. Die letzte Ausgabe 2015 wird zum 1. November erscheinen. Jetzt abonnieren! (Sechs Ausgaben pro Jahr für nur 26,70 EUR - Porto & Versand inklusive.) Als PDF-Abo weltweit nur 24 EUR - immer mindestens eine Woche vor Erscheinungsdatum zugestellt.

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PANKE-SPIEGEL 05/2015

Dienstag 18 August 2015 um 12:15 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

Die neue PANKE-SPIEGEL Ausgabe erscheint zum 1. September. Und so sieht sie aus:

Editorial zur Ausgabe 04/2015

Mittwoch 24 Juni 2015 um 13:36 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

Liebe Leserinnen und Leser,

es fällt schwer, das kürzlich erschienene Buch „Kassensturz“ von Michael Wetterhahn zu lesen. Nicht wegen seiner ungezählten Rechtschreibfehler, sondern wegen seiner unerträglichen Sprache, die geprägt ist von der Ideologie und den hohlen Phrasen der kleinen, mittleren und großen Funktionäre der SED-Diktatur. Hier berichtet ein konfirmierter FDJ- und SED-Bonze über sein „glückliches Leben“ in der DDR. Das stramme Mitglied der SED-PDS-LINKE und der heutige Vorsitzende des Panketaler Petitionsausschusses (sic!) hatte mit dem militärischen Geheimdienst der NVA sowie mit dem MfS zusammengearbeitet. Das gibt er auch unumwunden zu. Jedoch, die Ergebnisse der zweimaligen Überprüfung der Panketaler Gemeindevertreter auf ihre Stasi-Mitarbeit wollen ihm nicht wirklich gefallen. Schließlich habe er niemanden denunziert oder verraten. Alle seine Aktivitäten für die Spitzel-Brigaden der DDR seien von „Misserfolg“ geprägt gewesen. Wie dem auch sei, warum Wetterhahn ausgerechnet in unserer freien und demokratischen Gesellschaft nicht den Mund hält und über seiner Vorgeschichte den Deckel schließt, bleibt sein Geheimnis. Ob er sich bewusst ist, dass die Publikation eben und gerade den Unterschied ausmacht zwischen dem von ihm weinerlich und nostalgisch bejubelten SED-Kommunismus und der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft seit dem Fall der Mauer 1989, sei dahingestellt. Fest steht jedoch, für Wetterhahn ist Lenin der „Gute“ und Adenauer der „Böse“. Für diesen ewig Gestrigen steht der korrupte Führer der russischen Revolution für den hellen Schein vom Kommunismus, der Millionen das Leben kostete. Der erste Kanzler der Bundesrepublik ist ihm hingegen Pseudonym für „amerikanische Agressionspolitik“ und alle Unbilden eines entfesselten Kapitalismus, die er ausgemacht zu haben glaubt. Wetterhahns „Erinnerungen“ sind so überflüssig wie ein Kropf, weil sie keinerlei neue Erkenntnisse liefern. Wahrscheinlich hat er sie für sich selbst aufgeschrieben, aus therapeutischen Gründen? Aber der Seelsorger, der ihm die Absolution spendet, ist noch nicht auf der Bildfläche des Klassenkampfes erschienen.
Kennen Sie das Gefühl auch, so richtig stolz zu sein? So richtig stolz bin ich gerade auf meine Tochter. „Summa cum laude“ ist das höchste akademische Prädikat überhaupt. An der Universität von Haifa (IL) erreichte sie es jetzt für ihre Masterarbeit an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät im Fachbereich „Englische Sprache und Literatur“. Der Titel ihrer 90-seitigen „Thesis“ lautet: „Literature with a big L - Advertising (and) the Novel Form in Victorian Fiction“. Vor 5.000 geladenen Gästen durfte Franziska gerade die Dankesrede der Absolventen auf Hebräisch halten. Nun geht sie mit ihrer Familie nach Kalifornien, um dort die Doktorstudien aufzunehmen. Als stolzer Vater wünsche ich Ihnen allen einen sonnigen und entspannten Sommer.

Thomas Steierhoffer

Chefredakteur

Ab 1. Juli im Einzelverkauf in Panketal

Mittwoch 24 Juni 2015 um 13:31 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

Ab sofort erhältlich

Mittwoch 29 April 2015 um 13:32 Uhr von beatOpa in KOMMUNALES

Soeben eingetroffen: PANKE-SPIEGEL 03/2015. Abo unter 030 / 944 161 70

P-S 02/2015

Freitag 20 Februar 2015 um 10:00 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

Mit Dank und Respekt an alle meine Autorinnen und Autoren: So sieht er aus, der neue PANKE-SPIEGEL. Ab 2. März im Vertrieb - WEITERMACHEN!


WEITERMACHEN!

Montag 02 Februar 2015 um 16:37 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

So, PANKE-SPIEGEL 02/2015 ist (fast) fertig. Es ist daher wieder Zeit, Dank zu sagen. Mein Dank gilt Martin Berlin für den Beitrag zum Literarischen Salon mit Vera Lengsfeld. Mein Dank gilt Gabriele Heuze für den Nachruf auf Joe Cocker, Peter Lachnit für den Nachruf auf Udo Jürgens. Mein Dank an Tim Fabian für "Erst fällt die Maske, dann der Vorhang". Dank an Matthias Horwath für seine Montagen, Cartoons und Fotos zu "PEGIDA". Dank an Attila Teri für "Der Untergang des Abendlandes" sowie seine Rezension zu "Der grüne Prinz". Dank an alle meine Freunde aus Kambodscha für das Vertrauen zu den Interviews "Leidenswege unter dem Terror der Roten Khmer". Dank an meinen alten Kollegen Georg von Glowczewski für "In den Straßen von Berlin - Die Schoßstraße in Steglitz". Dank an den Consul Jenne Meier für "Sensationell". Dank an Heike Teich für ihre Besprechung zu Monika Maron, "Zwischenspiel". Danke an Robert Plant und Leonard Cohen für ihre neuen Alben. Danke an Peter Lau für seine Reportage "Bier ist Männersache - auch in Israel". Danke an Achim Schregle für seine Überlegungen zu "Wie weiter mit Pegida?" Dank an No Nishi für seine Konzertkritik "Kraftwerk elektrifizieren Berlin". Und ganz besonders großen Dank an Michael Guttmann für die Einführung in seine neue P-S Serie "Der Terrorismus und die Spaßgesellschaft"! Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen? Anyway, ihr alle, liebe Schwestern und Brüder seid der PANKE-SPIEGEL. Als Erzbischof o.G. sowie als Oberrabbiner von Zepernick-Berlin segne ich EUCH und rufe - wie immer - allen zu: WEITERMACHEN!

Lebensentwurf 2015

Dienstag 20 Januar 2015 um 10:07 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

(C) 2015 by Kroaticus

Domain ist umgezogen

Freitag 09 Januar 2015 um 14:34 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

Die Seite des PANKE-SPIEGELs liegt ab sofort auf dem Webspace des Journalistenbüros Thomas Steierhoffer.

Wir hoffen, dass es keine technischen Probleme beim Aufrufen der Seite gibt!

Liberté, Égalité, Fraternité!

Donnerstag 08 Januar 2015 um 15:23 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

Es lebe die Freiheit!

Wer jetzt schweigt, ist schon tot!

Donnerstag 08 Januar 2015 um 13:41 Uhr von beatOpa in GESELLSCHAFT & POLITIK

Im Gedenken an die ermordeten Kollegen - R.i.p.

Editorial P-S 01/2015 vorab

Donnerstag 11 Dezember 2014 um 15:42 Uhr von beatOpa in EDITORIAL

Hier das Editorial für die PANKE-SPIEGEL Ausgabe 01/2015 vorab:

Liebe Leserinnen und Leser,

als meine Frau und ich im Sommer 2014 Krakau besuchten, lag es auf der Hand, auch in das größte Vernichtungslager der Nazis im nahegelegenen Auschwitz zu fahren. Unverständlich bleibt, warum die polnischen Wegweiser diesen Ort, der einst die Hölle auf Erden war, heute fast ausnahmslos und ganz trivial „Museum“ nennen. Das Stammlager Auschwitz sowie das unvorstellbar riesige Areal in Birkenau, wo die Schornsteine der Krematorien ohne Unterlass ihre Feuersäulen in den Himmel steigen ließen, wären wohl besser als Massengräber zu bezeichnen, um dem Unsäglichen und den Millionen zumeist jüdischen Opfern wenigstens einigermaßen nahe zu sein. Ohne uns abgesprochen zu haben, wechselten wir beide während der etwa fünfstündigen Führung kein einziges Wort in unserer deutschen Muttersprache. Hinterher tauschten wir unsere Eindrücke und Emotionen aus. Dabei stellte sich heraus, dass wir es unabhängig voneinander für nicht angemessen gehalten hatten, an diesem Ort des unvorstellbaren Leidens und Grauens die Seelen der bestialisch Ermordeten auch knapp 70 Jahre nach der Befreiung der Todesfabrik mit der Sprache der Täter zu quälen. Im wahrsten Sinne des Wortes waren wir sprachlos, denn das, was hier geschah ist in Worten kaum oder gar nicht auszudrücken. Dennoch dachte ich nach, das mit eigenen Augen Gesehene entweder in einer Reportage oder einem Essay zu verarbeiten und zu publizieren. Doch dann las ich in Vorbereitung für den geplanten Beitrag einen relativ kurzen Text von Peter Weiss: „Meine Ortschaft“. Dieser Essay wurde zuerst 1965 in Berlin veröffentlicht. Darin beschreibt der jüdische Autor seinen ersten Besuch in Auschwitz. Bei der Lektüre verschlug es mir zum zweiten Mal die Sprache. Denn Weiss ist tatsächlich in der Lage, seine Gefühle, seine Fragen, seine Trauer und seine Wut in Worte zu fassen, in Worte der deutschen Sprache. Schnell wurde mir klar, dass ich seinen Sätzen nichts, aber auch rein gar nichts hinzuzufügen hatte. Zumal es mich nahezu erschütterte, wie deckungsgleich seine Eindrücke, die er bereits Ende der 1950er Jahre sammelte, den meinen waren. Es kam mir während der Lektüre vor, als wäre die Zeit eingefroren, als wären die Nachgeborenen ob ihres Zu-spät-kommens für ewig gefangen im Unaussprechlichen, denn zwischen dem ersten Aufenthalt des Schriftstellers und meinem in Auschwitz lag gut ein halbes Jahrhundert. Und so fasste ich den Entschluss, weder eine Reportage, noch einen Essay zu schreiben zum großen Gedenken der Befreiung des Vernichtslagers, das zum Sinnbild geworden ist für die Shoa und für das, was der Mensch fähig ist, seinen Mitmenschen anzutun. Dennoch steht diese Ausgabe, mit der wir in den 8. Jahrgang starten, ganz im Zeichen der Befreiung von Auschwitz durch die „Rote Armee“ am 27. Januar 1945.

Thomas Steierhoffer
Chefredakteur