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geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:50 in der Rubrik GESELLSCHAFT & POLITIK
Verwöhnung, Überbehütung und Frühförderwahn sind Phänomene der so genannten Leistungsgesellschaft
Unsere Kinder wachsen in „goldenen Zeiten“ auf. Die Kinderzimmer sind voll von Spielzeug, darunter natürlich auch „pädagogisch wertvolles“ – vom guten alten Holzspielzeug bis zum Lerncomputer. Die Ausstattungen von Kitas und Schulen sind besser als je zu vor. Frühkindliche Bildungsangebote boomen, ebenso wie Ratgeber zur Erziehung, die in allen Medien präsent sind. Beste Voraussetzungen für die Entwicklung der lieben Kleinen dürfte man meinen, doch das schlechte Abschneiden bei PISA und eine zunehmende Anzahl verhaltensauffälliger Kinder zeigt, dass in diesem Bereich trotz der vermeintlich guten Rahmenbedingungen einiges im Argen liegt.
In Panketal findet derzeit eine Diskussion darüber statt, ob Drittklässler selbständig den Weg zwischen der Grundschule Zepernick und der 330 Meter entfernten Außenstelle des Hortes zurücklegen können. Viele besorgte Eltern meinen: Nein!
Laut einer Studie sind über 80 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Kinder zu sehr verwöhnt werden. Verwöhnung äußert sich entweder in einem emotionalen bzw. materiellen Zuviel oder in einem Zuwenig an Zutrauen, der so genannten Überbehütung. Verwöhnung beginnt immer, wo die Herausforderung ausbleibt. Positives erhält keine angemessene Verstärkung und Negatives keine Begrenzung. Übermäßige Versorgung mit immer neuen Spielsachen, völliger Verzicht auf Verpflichtungen, ständiges Nachgeben bei jedem neuen Trend – das erleichtert zwar kurzfristig die Situation für stressgeplagte Eltern, langfristig werden die Forderungen der Kinder größer und immer schwerer zu befriedigen. Die Schwierigkeiten des Lebens dürfen Kindern nicht vorenthalten werden. Wer die anstrengenden oder gefährlichen Seiten der Realität verleugnet, ist deshalb noch längst nicht vor ihnen sicher. „Eine Abflachung der Gefühlswelt kann ebenso Folge der Verwöhnung sein, wie eine innere Verrohung, es muss dann immer etwas ganz besonderes passieren, damit sich überhaupt etwas im Gefühlsleben tut“, meint Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Der Charakter wächst mit der Notwendigkeit, sich mit der Realität auseinandersetzen zu müssen. Wird dies nicht gelernt, können Arbeitsstörungen und ein destruktives Verhalten die Folgen sein.
Verwöhnung ist somit der Todfeind einer auf Eigenständigkeit und Selbstverantwortung gerichteten Erziehung, denn sie verhindert kontinuierlich die Entwicklung von Interesse und Neugier, Auseinandersetzungsbereitschaft, Kraft und Ausdauer, Eigeninitiative, Zielstrebigkeit, angemessene Rückmeldungen, Grenzerfahrungen und selbstgeschaffenen Erfolg.
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geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:43 in der Rubrik ORTSGESCHICHTE
Am 12. September, dem „Tag des offenen Denkmals“ wird im Bahnhof Zepernick eine kleine Ausstellung daran erinnern, welche Bedeutung die Berlin-Stettiner Eisenbahn für Entwicklung des Ortes hatte.
Seit 1881 ist Zepernick mit einer eigenen Station an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Täglich verkehrten je acht Dampfzüge in beide Richtungen zwischen dem Stettiner Bahnhof in Berlin und Bernau. Durch die gute Anbindung und moderate Fahrpreise wird Zepernick zu einem interessanten Wohnstandort für Berliner.
Damals verlaufen die Gleise noch ebenerdig, durch Schranken gesichert. Eine Verlegung auf einem Bahndamm erfolgt 1909/10. Zu dieser Zeit wird auch die Errichtung eines Empfangsgebäudes geplant. Die baupolizeiliche Prüfung erfolgte am 14. Juli 1910 auf Antrag des Vorstandes der Königlichen Eisenbahnbauverwaltung.
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geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:37 in der Rubrik KOMMUNALES
Jahrelang umwehte Hobrechtsfelde ein morbider Charme. Gedecktes Grau war die vorherrschende Farbe – wohin man auch blickte. Doch seit die Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe“ die etwa 70 Wohnungen und Gemeinschaftsgebäude in Besitz nahm, weht ein anderer Wind. Mit beachtlichem Tempo wird die längst überfällige Sanierung angegangen. Dabei werden jedoch nicht nur die Wohnungen modernisiert. Die Instandsetzung der Bausubstanz geht einher mit der Wiederbelebung von Infrastruktur. So soll im ehemaligen Gemeinschaftshaus eine Pension mit Gaststätte ent-stehen, und auch einen kleinen Hofladen, der die Einwohner mit dem Nötigsten versorgen kann, will man einrichten.
Ein besonderes Highlight ist der noch gut erhaltene Saal. Auf dem derzeit noch staubigen Parkett soll in absehbarer Zeit wieder getanzt werden können, so Ulf Heitmann vom Vorstand der Genossenschaft bei einer Führung im Rahmen des Sommerfestes. In den letzten Wochen seien alle Holzschäden aus dem Gebäude entfernt worden, um einen weiteren Verfall zu stoppen. Rund 300.000 EUR kalkuliert man allein für die dortigen Zimmermannsarbeiten. Im ersten Stock sowie im Dachgeschoss sollen Pensionszimmer entstehen, mit rund 45 Betten.
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geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:33 in der Rubrik KOMMUNALES
Kürzlich wurde der Bericht zum Ländervergleich „Sprachliche Kompetenzen“ veröffentlicht. Im Fokus dieser Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) stand die Untersuchung der Kompetenzen Zuhören, Lesen und Orthografie im Fach Deutsch sowie das Hör- und Leseverständnis in der ersten Fremdsprache. Dabei schnitt unser Land Brandenburg nicht sehr erfolgreich ab, was noch sehr positiv formuliert ist. Zusammen mit den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, die jeweils noch einen größeren Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund haben, belegten die märkischen Neuntklässler stets die hinteren Plätze.
Der PANKE-SPIEGEL befragte Jürgen Flegel, Schulleiter der Gesamtschule „W.-C. Röntgen“ zu möglichen Ursachen.
PS: Welche Strategie könnte einen Weg aus diesem Dilemma aufzeigen?
JF: Das Land Brandenburg wird im Schuljahr 2010/11 die Offensive für die Erhöhung der Lesekompetenz fortführen. Den Schwerpunkt bilden dabei die naturwissenschaftlichen Fächer. Dabei wird neben der Lesekompetenz der Bereich Erfassen von Aufgabenstellungen inklusive des strukturierten Denkens bei den Schülerinnen und Schülern geschult. Was die Verbesserung der Orthografie betrifft, ist meiner Meinung nach der Einsatz von Arbeitsblättern massiv zurückzufahren und durch selbständiges Schreiben zu ersetzen. Ein Schwerpunkt sollte dabei die Ausformulierung von Sachver-halten in Satzform sein. In diesem Kontext ist der Hinweis auf eine Erziehung zu einer guten „Schreibtechnik“ noch erwähnenswert.
Alle Entwicklungsprozesse sollten zwischen Elternhaus und Schule abgestimmt erfolgen. Schulische Höhepunkte, wie unser traditioneller Wilhelm-Conrad-Röntgen-Rezitationswettbewerb, der Adventszauber und unser Musical, schaffen für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sprachlich-künstlerische Bewährungssituationen, die Erfolgserlebnisse generieren und die Kinder zur Bewältigung neuer Herausforderungen im schulischen Alltag motivieren.
Das gesamte Interview lesen Sie in der Ausgabe 04/2010.
geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:29 in der Rubrik KOMMUNALES
Mit diesem Schriftzug sollen künftig Einwohner und Besucher der Gemeinde begrüßt werden. Die Anbringung solcher Tafeln hat die Gemeindevertretung kürzlich beschlossen. Zu klären ist noch die Frage, ob die Tafeln direkt am Ortseingangsschild angebracht werden können.
Die Aktion ist quasi als Ersatzmaßnahme zu verstehen. Gegen den vor Monaten gefassten Beschluss der Gemeindevertretung, neue Ortstafeln mit dem Gemeindenamen „Panketal“ in großen Lettern aufzustellen, hatte die Kommunalaufsicht Bedenken geäußert, da die Beschilderung mit den Ortsteilnamen Zepernick und Schwanebeck schließlich seinerzeit im Fusionsvertrag festgeschrieben worden war. Auch eine Minderheit in der Gemeindevertretung vertritt diese Auffassung. Mittlerweile ist ein Bescheid ergangen, dass der Beschluss durch die Kommunalaufsicht aufgehoben werde, falls die Gemeindevertretung ihn aufrechterhalten will.
Bürgermeister Rainer Fornell wird fristwahrend Klage einreichen. Die Gemeindevertreter erhalten in der nächsten Sitzung noch einmal Gelegenheit, sich zu positionieren.
Bis dazu eine abschließende Entscheidung getroffen worden ist, sollen einstweilen die Begrüßungstafeln aushelfen – identitätsstiftend nach innen und Orientierung bietend nach außen.
geschrieben von nmuth am Dienstag, 24 August 2010 um 10:25 in der Rubrik KOMMUNALES
Mit seinem neuen Buch „Hobrechtswald
– eine neu entwickelte Landschaft bei Berlin-Buch“, erschienen in der
Reihe „Brandenburg für Entdecker“, richtet sich Ino Weber in erster
Linie an interessierte Ausflügler. Doch auch den hier lebenden Menschen
bietet diese kompakte Zusammenstellung von historischen Zusammenhängen
und neuen Entwicklungen rund um Hobrechtsfelde die Möglichkeit, mit
neuen Erkenntnissen im Hinterkopf und wachsamen Blick die Landschaft mit
ihren mehr oder weniger verborgenen Reizen neu zu entdecken.
Informationen zur Entstehung der Rieselfelder vermitteln das nötige
Hintergrundwissen, um die Bedeutung der heutigen Projekte einordnen zu
können. Weber schlägt einen Bogen von der Geschichte des ehemaligen
Stadtgutes bis hin zu den heutigen Projekten der Wiedervernässung durch
die Einleitung von vorgereinigtem Grauwasser aus dem Klärwerk in
Schönerlinde in so genannte Reinigungsteiche und die Beweidung durch
Konik-Pferde und Hochland-Rinder.
Große Beachtung findet auch die Skulpurenreihe „Steine ohne Grenzen“.
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 04/2010.
geschrieben von beatOpa am Montag, 02 August 2010 um 12:10 in der Rubrik VINYL & CD
Eric Clapton & Steve Winwood live in Berlin
Eine Besprechung von Matthias Horwath
Im auslaufenden Jahrzehnt der sogenannten „Golden Sixties“ kommen und gehen die Supergroups der Rockgeschichte. Das sind Bands mit sehr potentiellen Musikern, die als Einzelstars ihre Ausstrahlung gebündelt an das Publikum weitergeben. Eine der Supergroups des Westens sind 1969 die „Blind Faith“, eine kurzlebige Nachfolgeband der ebenso legendären „Cream“. Ihre Frontmänner sind der Gitarrist und Sänger Eric Clapton und der Sänger und Multiinstrumentalist Steve Winwood. Fürs Schlagwerk brachte Clapton Ginger Baker von den „Cream“ mit, Bass und Violine spielte Ric Grech von „Family“. Clapton kommt aus der britischen Bluesbewegung der frühen Sechziger. Der zweite Weltkrieg endete gerade mal vor anderthalb Jahrzehnten. Die seelischen Wunden der Väter und Mütter sowie die ihrer Kinder finden noch kaum die richtigen Fragen, geschweige denn zufriedenstellende Antworten. Der Blues jedoch bringt in einzigartiger Weise ein Lebensgefühl zwischen Vitalität und Trauer auf den Punkt, wie es sonst keine Kunstform vermag. Die afroamerikanischen Bluesvorbilder verloren in den Staaten mit den fünfziger Jahren und dem aufkommenden Rock’n’Roll an Bedeutung. In England besinnen sich aber viele Musiker der Wurzeln, ihrer Routs. Sie spielen nun als Weiße den schwarzen Blues und bringen ihn in die Vereinigten Staaten zurück. Zu ihnen gehören, neben Alexis Corner und seiner „Blues Incorporatet“ als wichtigste Schule: „John Mayall & The Bluesbreakers“ sowie die Yardbirds. Die Yardbirds sind eine Art Talenteschuppen, deren erster Superstar Clapton wird, beerbt von künftigen Stars wie Jeff Beck und Jimi Page, dem späteren Gitarristen von Led Zeppelin. Weitere Stationen von Claptons Laufbahn sind vor seiner Solokarriere: The Cream, Blind Faith, Derek and The Dominos und John Lennons Plastic Ono Band. Mit George Harrison verbindet ihn nicht nur eine Zusammenarbeit, sondern auch die Liebe zu dessen Ehefrau ...
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geschrieben von beatOpa am Montag, 02 August 2010 um 12:05 in der Rubrik PORTRÄT
Vor 565 Jahren starb Oswald von Wolkenstein
Oswald von Wolkenstein (* um 1377 vermutlich auf Burg Schöneck im Pustertal/Südtirol; † 2. August 1445 in Meran) war ein Sänger, Dichter und Komponist, sowie ein Politiker von mehr als nur regionaler Bedeutung. Sein Leben und Wirken kann als beispielhaft für einen Ritter des ausgehenden Spätmittelalters angesehen werden. Er war Diplomat in Diensten des deutschen Kaisers Sigismund I.
Oswald stammte aus der Südtiroler Adelsfamilie der Villanders, die sich später nach Schloss Wolkenstein im Grödnertal benannte, und wurde vermutlich 1376 oder 1377 geboren (zur Familiengeschichte).
Entweder war sein rechtes Auge bereits von Geburt an beschädigt, oder es kam dazu in seiner Kindheit. Franz Daxecker geht in seiner Untersuchung davon aus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um eine krankhafte Ptosis handelte (Lähmung mit Herabsinken des Oberlids, die angeboren sein könnte oder erworben, z. B. durch Syphilis oder Rheuma), sondern um »eine perforierende Verletzung des rechten Auges« in der Kindheit mit anschließender Schrumpfung des Auges (Phtihisis bulbi) mit begleitender Ptosis. Die Familienüberlieferung könnte also stimmen, wonach Oswalds Auge etwa in seinem 9.Lebensjahr an Fassnacht durch einen Bogenschuss beim Spiel verletzt wurde.
Mit etwa zehn Jahren begann Oswald (evtl. im Dienst eines fahrenden Ritters) ein abenteuerliches Wanderleben, das ihn durch weite Teile Europas, vermutlich gar bis in den Vorderen Orient führte. Nach dem Tod seines Vaters kehrt er im Jahr 1400 nach Tirol zurück. Es beginnt ein langwieriger Erbschaftsstreit, der zunächst 1407 mit der Aufteilung des Erbes endet.
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geschrieben von beatOpa am Montag, 02 August 2010 um 12:00 in der Rubrik VINYL & CD
Der wohl bedeutendste Blues-Gitarrist Jürgen Kerth über sein Dasein als Musiker in der DDR
Jürgen Kerth wurde 1948 in Erfurt geboren. Er ist der wohl bedeutendste Blues-Gitarrist aus Ostdeutschland. Kerths Laufbahn begann 1964 mit der Schülerband „Spotlights“ (zusammen mit Heinz-Jürgen Gottschalk), die sich auf Druck der SED-Kulturbehörden in „Rampenlichter“ umbenennen musste und 1966 verboten wurde. Nach einer musikalischen Ausbildung in der Musikschule Erfurt gründete Kerth 1971 das Jürgen-Kerth-Quintett bzw. die Gruppe Jürgen Kerth, aus welcher 1973 ein Quartett und nach dem Tod des Bassisten Roland Michi im Jahr 1979 ein Trio wurde. Virtuose Gitarren- und Gesangstechnik prägen seine bluesgefärbte Rockmusik bis heute. Jürgen Kerth spielte mehrere LPs und Singles ein, eine Auswahl ist auf dem Sampler „Best of Blues“ enthalten. Kerth ist seiner Heimatstadt Erfurt bis heute treu geblieben und engagiert sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. in Tambach-Dietharz. 1999 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Erfurt.
Ein Interview von Thomas Steierhoffer
PANKE-SPIEGEL: Deine bedeutendste Komposition war wohl die Hommage an die Glocke des Erfurter Domes „Gloriosa“. Welche Bedeutung hat das mehr als 16-minütige Werk für Dich heute?
Kerth: Ich kann das ganz offen sagen: Das Lied hat mich persönlich befreit. Gerade in der Wendezeit und auch schon Anfang der 80er Jahre habe ich oft während der Andachten in Leipziger Kirchen gespielt. Die „Gloriosa“ war immer mit dabei. Allerdings habe ich da auch mit „Cäsar“ gespielt. Später habe ich dann hören müssen, was das für einer war. (IM der Stasi und früheres Mitglied von „Renft“ und „Karussell“, Anm. d. Red.) Häufig kamen dann Mitglieder der Jungen Gemeinde zu mir und bedankten sich für das Stück so oder ähnlich: „Jürgen, du weißt gar nicht, wie du uns mit dem Stück den Rücken gestärkt hast!“ In einer Textpassage heißt es: „... warum soll man nicht auch mal etwas andächtig sein?“ Das war dann auch der Grund, warum ich beim staatseigenen Plattenlabel „Amiga“ nach dem Album „Gloriosa“ keine weiteren Platten mehr aufnehmen durfte. Der Chef von Amiga teilte damals mit: „Wir glauben, von Jürgen Kerth alles aufgearbeitet zu haben!“ Diesen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober 1990, habe ich „Gloriosa“ in Mainz gespielt. Auf dem dortigen Domplatz. Früher hatte Erfurt einmal zu Mainz gehört. Das erkennt man noch heute an den Wappen der beiden Städte: ein Rad im Erfurter, zwei Räder im Mainzer Wappen. Nach der Wende wurden die beiden alten Städte wieder Partner. Es war für mich ein erhebendes Gefühl, meine „Gloriosa“ dort zu spielen, ohne Mauer und Stacheldraht. Auf dem Sampler „Blues Anthology“ von 2006 ist die Live-Aufnahme aus Mainz zu hören!
PS: Hatte das so genannte „Kahlschlagplenum“ der SED vom Herbst 1965 Einfluss auf Deine Karriere als Musiker in der DDR?
Kerth: Ich erinnere mich noch an die Bezeichnung „Bitterfelder Weg“. Was das aber genau war, kann ich heute nicht mehr erinnern. Ich war ja einer der ganz wenigen Musiker in der DDR, der seine eigenen Texte geschrieben hat. Das war den Genossen aus der Kaderschmiede der ostdeutschen Unterhaltungskunst, dem „Oktoberclub“ immer ein Dorn im Auge. Kurt Demmler und Burkhard Lasch wollten da alles in ihren Griff bekommen. Mit Parteiabzeichen und schwarzem Anzug war Lasch FDJ-Sekretär an der Bauhochschule in Weimar. Eines Tages stand er mit seinem Fahrrad an meinem Zaun mit der Frage: „Jürgen, kann ich für dich Texte schreiben?“ Ich habe den voll abfahren lassen und ihm erklärt, dass ich meine Texte nach wie vor alleine schreiben werde. Später, als er dann so groß geworden war mit den Puhdys und anderen, habe ich ihm gesagt: „Du bist doch bei der Mafia!“ Er antwortete: „Ja, bin ich!“ Ich erinnere mich noch an eine bedrohliche Situation. In einem Winter sprang mein Auto nicht an. Da kam Lasch mit einem „Barkas“ vorbei und hat mich durch hohe Schneewehen angeschleppt. Nur er stoppte nicht! Nach etwa zehn Metern sprang mein Motor an, doch der schleppte mich mehr als einen Kilometer über spiegelglatte Straßen. Mir wurde ganz übel... Die Geschichte hinter den Geschichten war mitunter so knallhart, dass man sich das heute gar nicht mehr vorstellen kann.
Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 04/2010
geschrieben von beatOpa am Montag, 02 August 2010 um 11:55 in der Rubrik PORTRÄT
1. Teil: Königin Luise von Preußen (1776-1810)
Königin Luise, deren 200. Todestag in diesem Jahr am 19.Juli begangen wird, gilt als die beliebteste deutsche Königin. Es gibt in diesem Jahr eine Vielzahl von Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen. Zahlreiche Biografien, Romane und Anekdoten, Filme und Bilder sind im Laufe der 200 Jahre entstanden. Übereinstimmend in allen Biografien: Luise war nicht nur „schön, anmutig, sanft, heiter, natürlich, charmant, ohne Allüren und Dünkel, und ihrem oft überforderten und oft verstimmten Gatten, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III., bedingungslos ergeben“. Nein, sie war durchaus auch eine selbstbewusste Frau, in Jugendzeiten sogar recht „rebellisch und aufbegehrend“. Andere Quellen schildern sie als eine Förderin der preußischen „Reformer“ um Hardenberg, betonen ihre Furchtlosigkeit im Umgang mit dem „mächtigen Feind, Napoleon“, als Preußen 1807 „am Ende“ war. Mit Mut und Hingabe kämpfte Königin Luise nach der totalen Niederlage Preußens für eine bessere Lage ihres ruinierten Landes und für eine neue Ordnung der Dinge. „Ohne die Königin wären die Reformen wie auch die Befreiung Deutschlands so nicht denkbar gewesen“, meinen einige der Biografen und kommen zu dem Schluss, man könne die schöne Königin nicht einfach unter „Mythen und Legenden“ ablegen.
Luise Auguste Wilhelmine Amalie wurde als 3.überlebende Tochter des Erbprinzen Carl Ludwig Friedrich von Mecklenburg-Strelitz am 10.März 1776 in Hannover geboren.
Etwas zum Herrscherhaus der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz, aus dem Luise stammte: Es war ein armes Geschlecht im kleinsten Staat Deutschlands. Doch andererseits war es reich: nämlich reich an Kindern, die, sobald sie erwachsen waren, an die großen Herrscherhäuser Europas vermittelt, ja „verkuppelt“ wurden. Es waren wirklich hübsche Mädchen aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz, so Luises Tante, die als Königin (Queen) Charlotte von England bekannt und beliebt wurde.
Das ganze Porträt lesen Sie in der Ausgabe 04/2010
geschrieben von nmuth am Montag, 24 Mai 2010 um 22:40 in der Rubrik PORTRÄT
Schon seit frühester Jugend wusste Michael Brauer, dass er Bootsbauer werden wollte. Der heute 62-jährige passionierte Segler machte sich schon zu DDR-Zeiten selbständig und baut heute überwiegend Kunstobjekte. Im letzten Jahr formte er für den niederländischen Künstler Marc Ruygrok ein acht Meter hohes Methan-Molekül, das bei Groningen (NL) auf dem Mittelstreifen der Autobahn aufgestellt wurde. Zur Einweihung kam sogar Königin Beatrix. Sie schüttelte natürlich nur dem Künstler die Hand, nicht dem Handwerker. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ – dieses Zitat von Karl Valentin hängt in Brauers Werkstatt.
PANKE-SPIEGEL: Wurde Ihnen das Handwerk schon in die Wiege gelegt?
Michael Brauer: Eher nicht. Mein Vater war Arzt, meine Mutter – wie damals üblich – Hausfrau. Mein Großvater war Zollbeamter in Togo. Er kaufte von seiner Abfindung ein 40.000 Quadratmeter großes Grundstück in Brandenburg an der Havel, um eine Obstplantage zu betreiben. Die Plantage bestand nicht lange, aber das Grundstück, direkt am Wasser gelegen, ist immer noch im Familienbesitz. Ich habe dort meine Kindheit verbracht und war während der Schulzeit, als wir dann in Berlin wohnten, immer in den Sommerferien bei meiner Großmutter. Da gab es natürlich auch einen Ruderkahn. Ich war viel auf dem Wasser. Auch Schiffsmodelle habe ich als Kind gebaut. Ich war schon immer eher praktisch veranlagt. Während der Oberschulzeit gab es dann für wenige Jahrgänge die Besonderheit, dass der UTP (Unterrichtstag in der Produktion Anm. d. Red.) zu einer Berufsausbildung zusammengefasst wurde. Während später die Wahl auf wenige Berufe beschränkt wurde, hatten wir das Glück, uns einen Beruf frei aussuchen zu können. Ich ging zu Yachtbau Berlin und die Firma richtete auf meine Initiative hin fünf solche Ausbildungsplätze ein. Wir wurden dort „Eintagsfliegen“ genannt, weil wir nur einen Tag in der Woche im Betrieb waren. So hatte ich dann mit dem Abitur gleich eine abgeschlossene Berufsausbildung und ging dann nach Rostock, um Schiffsbau zu studieren.
PS: Wann haben Sie sich dazu entschlossen, sich selbständig zu machen?
MB: Da kamen mehrere Komponenten zusammen. Nach dem Studium arbeitete ich einem Ingenieurbüro für Schiffbau. Mit der Absetzung von Walter Ulbricht, der den Schiffsbau förderte, brachen andere Zeiten an. Natürlich wurde man nicht entlassen, man wurde umgesetzt. Ich kam ins Konstruktionsbüro der Warnow-Werft. Dort gab es eine recht absurde Arbeitsatmosphäre: Die Reißbretter standen in zehn Reihen. Ganz vorn hatte der Abteilungsleiter, natürlich Parteigenosse, die Aufsicht. In der ersten Reihe standen die Lehrlinge, dann die jungen Schiffbauingenieure und je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit rückte man weiter nach hinten. Den Raum verlassen durfte man nur nach vorheriger Abmeldung. Um punkt 16 Uhr öffnete der Abteilungsleiter die Tür und alle traten auf den Flur. An kreativer Ingenieursleistung war dort niemand interessiert. Das wurde auch nicht besser, als ich zur Schiffsrevision und Klassifizierungsgesellschaftwechselte, wo vollends die Bürokratie herrschte. Vom praktischen Schiffbau fühlte ich mich abgeschnitten, auch weil ich kein Seefahrtsbuch bekam. Ich hatte es dreimal beantragt, aber immer wurde abgelehnt. Vielleicht weil mein Bruder einen Ausreiseantrag laufen hatte. Das bedeutete, ich konnte Seeschiffe, wie ich sie konstruieren sollte, nie unter realen Bedingungen, auf hoher See erleben. Beim Segeln stand man unter ständiger Beobachtung der Grenzsoldaten, vom Land und von See aus. Nachdem einigen Seglern die Flucht gelungen war, wurde es immer schwieriger zu segeln.
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geschrieben von nmuth am Montag, 24 Mai 2010 um 22:33 in der Rubrik KOMMUNALES
Bei schönstem Sonnenschein wurde Ende April das Richtfest für die Kita am Birkenwäldchen begangen. „Einen schöneren Anlass gibt es eigentlich nicht“, begrüßte Bürgermeister Rainer Fornell die Gäste, Planer und Bauarbeiter. Während andere Bauvorhaben doch in der Regel konfliktbeladen seien, stelle ein Kitaneubau eine rundum positiv wahrgenommene Sache dar. So wird die Fertigstellung, die für August geplant ist, auch sehnlichst erwartet. Der künftige Betreiber, die „Vielfarbkita“, muss sich allerdings noch länger gedulden, da das Haus zunächst als Übergangsquartier für die Kita „Villa Kunterbunt“ in der Max-Lenk-Straße dient. Dort sollen im Sommer die Bauarbeiten beginnen. Neben der Sanierung des alten Gebäudes wird dort ein Neubau entstehen, der zusätzlich 30 Kindern Platz bietet.
Der Bau der Kita am Birkenwäldchen wird zum großen Teil mit Mitteln des Bundes finanziert. Rund 800.000 Euro erhält Panketal im Rahmen des so genannten Konjunkturpaketes 2, das kommunale Investitionen in Infrastruktur und Bildung fördert.
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geschrieben von nmuth am Montag, 24 Mai 2010 um 22:29 in der Rubrik ORTSGESCHICHTE
Wenn man sich auf der Karte von 1904 die Kolonie Röntgental anschaut, kann man erkennen, welche große Entwicklung in der Zeit der ersten Besiedelung um 1885, der Gründung des Grundbesitzervereins 1899 und den Jahren bis 1904 vonstatten gegangen war. Auf etwa einem Quadratkilometer entlang der Bahnlinie, zwischen der Winklerstraße im Westen und der Schönerlinder Straße östlich war ein Straßensystem entstanden, und eine weitgehende Parzellierung war vollzogen worden. Der Haltepunkt Röntgental an der Berliner Vorortbahn war 1903 eingeweiht worden. Eine rege Bautätigkeit hatte eingesetzt. All das war von den Mitgliedern des Grundbesitzervereins erdacht und geplant.
Da nimmt es nicht Wunder, dass man auch eine Kirche als gesellschaftlichen Mittelpunkt bauen wollte. Dazu war der Platz Bahnhofstraße/ Ecke Bärwolfstraße (heute Heinestraße) vorgesehen. Er wurde zwei Jahrzehnte lang Kirchplatz genannt, und es wurde Geld für den Bau der Kirche gesammelt. Auf dem Programmzettel zu einem Kirchenkonzert in Zepernick am 15. November 1903 steht: „zum besten des Kirchplatzes in Röntgental“. Zur Verwirklichung des Planes kam es nicht. Der Ausbruch und das Ende des 1. Weltkrieges hatten eine neue Situation geschaffen. Wie es mit der Nutzung des etwa 6.000 Quadratmeter großen Areals weiterging, dazu gibt es keine Aktenunterlagen, aber dem Protokollbuch des Zepernicker Bürgervereins kann man etwas entnehmen. Am 5. September 1922 heißt es: „Das bei Besprechung der Gemeindeangelegenheiten gefallene Wort Gemeindeplatz gibt Herrn Bartelt Veranlassung, an Herrn Schmidt die Frage zu richten, ob es sich um den Kirchplatz in Röntgental handelt. Herr Schmidt bejaht und teilt mit, dass dieser Platz Eigentum der politischen Gemeinde sei, da die Kirchengemeinde aus ganz nichtigen Gründen die Auflassung nicht entgegengenommen habe.“
Unter dem 3. April 1923 steht: „Ein ganz besonderes Interesse erweckt die Mitteilung des Vorsitzenden, dass der Grundbesitzerverein Röntgental aus eigener Kraft und unter Zuhilfenahme der auf dem Platz vergrabenen Münzen den Kirchplatz in einen würdigen Zustand versetzen will“. Leider ist Nichts zu erfahren, um was für vergrabene Münzen es sich handelt.
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geschrieben von nmuth am Montag, 24 Mai 2010 um 22:22 in der Rubrik KOMMUNALES
Aufmerksame Beobachter des kommunalen Geschehens haben in letzter Zeit möglichweise von Absichten der Gemeinde Panketal zum Bau eines Klärwerkes in Hobrechtsfelde gehört. Der PANKE-SPIEGEL fragte nach.
Gegenwärtig werden die Panketaler Abwässer zusammen mit den Bernauer Abwasser über eine etwa acht Kilometer lange Abwasserdruckleitung (ADL) zum Klärwerk Schönerlinde abgeleitet. Diese ADL gehört dem Wasser- und Abwasserzweckverband (WAV) Panke-Finow und wird von den Stadtwerken Bernau betrieben. Die Gemeinde Panketal trägt dabei für unseren Anteil die Einleitgebühren, die im Klärwerk Schönerlinde fällig werden (94 Cent pro m³) sowie einen Kostenanteil für die Betriebskosten der Mitnutzung der ADL in Höhe von 16 Cent pro m³. Insgesamt machen die Panketaler Abwässer mit einem Volumen von 800.000 m³ etwa 28 Prozent des Volumens der durch die ADL transportierten Abwassermenge aus. Nun hat der WAV Panke-Finow den Vertrag über die Mitnutzung der ADL durch Panketal zum 31.12.2010 gekündigt. Der Vertrag kann neu verhandelt werden, allerdings steht einem neuen Vertragsabschluss ein Rechtsstreit zwischen dem Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal und dem WAV über eine Summe von ca. 350.000 Euro entgegen. Aus Sicht des WAV muss der Eigenbetrieb diese Summe aus früherer Nutzung erst zahlen, bevor man über einen neuen Vertrag diskutiert. Über die Möglichkeiten zur außergerichtlichen Einigung in diesem Konflikt wird gegenwärtig verhandelt.
Unabhängig davon muss die Gemeinde angesichts der ausgesprochenen Kündigung natürlich nach Alternativen suchen. Neben der Vorzugsvariante eines neuen Mitnutzungsvertrages für die bestehende ADL gibt es noch zwei Alternativen.
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geschrieben von beatOpa am Mittwoch, 12 Mai 2010 um 11:21 in der Rubrik GESELLSCHAFT & POLITIK
PANKE-SPIEGEL: Ende 1965 verkündeten Ulbricht und Honecker auf dem so genannten „Kahlschlagplenum“ der SED, es wäre an der Zeit, mit der „Monotonie des Yeah, Yeah, Yeah“ Schluss zu machen. Hatte diese Art der Zensur Einfluss auf eure künstlerische und journalistische Arbeit?
Weiz: Im Prinzip war das ja noch vor meiner Zeit. Da war ich in Heiligenstadt noch „Quark im Schaufenster“. Allerdings habe ich schon mit 12 Jahren angefangen, böse, böse Beatmusik zu machen. Mein erstes Spielverbot kam dann auch sehr schnell. Es war doch logisch, dass die englischsprachige Musik aus der DDR verbannt werden sollte. Und so wurde es dann auch versucht, alles auf Weisung von Ulbricht hin. Außerdem waren natürlich alle Langhaarigen Gammler und Hippies. Ganz schlimm wurde es, wenn sie dazu auch noch Pazifisten waren. Pazifismus ist etwas ganz böses gewesen! Mein erstes Spielverbot sprach mir seinerzeit der Schuldirektor aus wegen Rauchens und Biertrinkens auf einer Schulfete. Ich war in der Schulband. Es war kein politisches Verbot.
Karney: Ich war damals auch noch nicht dabei. Allerdings bin ich die Generation danach, die von und mit Beatmusik gelebt hat. Andere haben die Musik gemacht, ich habe ihre Scheiben aufgelegt und den Leuten die Songs nahegebracht. Als ich damit begann, gab es am Horizont einen Silberstreif. Und ich war jung genug, zu glauben, dass dieser Silberstreif irgendwann in Sonnenschein übergeht. Wir hatten gehofft, dass sich vieles ändern wird, dass es zu mehr Offenheit in allen Bereichen kommen würde. Plötzlich gab es eine Amiga-Platte, auf der die Beatles drauf waren. Mit jeder Amiga-Lizenzplatte war die Hoffnung verbunden, es wird alles gut. Wir wissen, dass es nicht gut geworden ist, sondern dass sie uns einfach nur hingehalten und verarscht haben. Und weil die Beatles aus einer Arbeiterstadt kamen, hatten wir die Chance den einen oder anderen ihrer Songs zu hören. Sonst hätten wir sie nicht hören können! In meinem neuen Leben als Privatradiomann ist mir der Spruch von Ulbricht heute als Comedy-Gag sehr willkommen, weil man damit einfach nur Spaß verbreiten kann. Ich bin froh, dass wir heute darüber lachen Können. Aber ich kenne Kollegen, die darunter sehr gelitten haben. Künstlerisch, menschlich und politisch.
Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 03/2010
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